Montag, 11. September 2017

Für's neue Baby ...


...habe ich diese kuschelweiche Decke entworfen und gestrickt.
Sie ist aus einem herrlich weichen Garn von ggh,
ein Mix aus Merino und Baumwolle.



Eigentlich sind es nur zwei verschiedene Strickmuster.




Eines davon hat jedoch zwei "schöne" Seiten.




Somit sind es drei Farben und drei Muster. :o)




Das Gittermuster hier im Vordergrund würde ich bei einer "JungsDecke"
vielleicht nicht verwenden, weil es ein wenig verspielt wirkt.
Eine Häkelborte bildet den perfekten Abschluss.




Die Anleitung hierfür (übrigens für beide Varianten: Mädchen + Junge)
wird es demnächst bei "Steffi´s Wollzauber" geben.
Sie hat alle Rechte und testet gerade mit einer Wolle vom Atelier Zitron.
Super Wolle!

Ach ja - vielleicht überlegt jetzt die ein oder andere von euch,
von welchem neuen Baby ich da schreibe... 
Ich bin zum 5. Mal Oma geworden! 
Freu freu freu!


Super Zeit, so Ende August / Anfang September...
da haben wir jetzt in der Familie innerhalb von 13 Tagen 6 Geburtstagskinder! 
Wahnsinn, oder?!
Wir kommen aus dem Feiern gar nicht mehr raus. ;o)


Wünsche euch allen eine entspannte Woche!
Lasst euch von den herbstlichen Tagen nicht abschrecken.
Die eignen sich prima zum Stricken, Malen, Backen, Kochen, Renovieren........


Bis bald!

Mittwoch, 6. September 2017

Farbenprächtig...


...ist dieses herrlich große Tuch.

Auch wenn es inzwischen vielleicht langweilig für euch wird,
ich liebe diese *JosefinenTücher*!




Dieses hier habe ich für eine ganz liebe Verwandte gestrickt
und im August mit zu ihr nach Rügen genommen.




Sie hat sich total gefreut, weil sie auch überhaupt nicht damit gerechnet hat.
War nämlich eine Überraschung!




Nun kann der Herbst kommen und ihr die Schultern wärmen. :o)




...oder den Hals. 
Die nächste *Josefine* ist übrigens auch schon wieder fast fertig
und wird dann nächste Woche an die Kundin übergeben.
Das war nämlich wieder eine Bestellung.

Zwischendurch gab es auch noch eine Babydecke.
Die zeige ich euch im nächsten Post.




Also dann - bis bald!

Montag, 24. Juli 2017

Das Leben ist ein Fluss...


...und alles ändert sich.

Heute wird es ein wenig philosophisch... und ganz privat.


Vor 33 Jahren habe ich mit meiner damals noch kleinen eigenen Familie
den Ort verlassen, in dem ich aufgewachsen bin.

Natürlich nabelt man sich früher oder später ab. 
Manchmal braucht es aber auch die Entfernung von zu Hause,
um seinen eigenen Weg zu finden und ihn dann auch zu gehen.
Und so landeten wir ca. 500 km weiter Richtung Norden.
Ich habe es nie bereut, dass ich fort gegangen bin,
denn ich bin hier in Schleswig-Holstein an der Ostsee sehr glücklich.
Und meine Familie - die inzwischen recht groß geworden ist - auch.
Wir waren ziemlich schnell "angekommen". 

Das hier ist unser *GlücksZuhause*.

Jahrelang war auch alles immer gut so, wie es war.
Unsere Eltern haben uns hier oben im Norden besucht 
und wir waren so oft es ging, bei ihnen.
Anfangs verbrachten wir all unsere Urlaube bei den Großeltern unserer Kinder.
Das war für alle immer richtig schön.
Aber nun holt uns das Leben ein.

Es ist der Zeitpunkt gekommen, 
wo sich meine Eltern von ihrem Haus trennen müssen.
Es ist das Haus, in dem bereits meine Großeltern lebten,
meine Schwestern und ich unsere Kindheit und Jugend verbracht haben,
an dem ganz viele Erinnerungen hängen.


Das Leben ist ein Fluss

Es ist der Lauf der Welt und es ist so elementar wie die Schwerkraft.
Wenn wir krampfhaft darauf bestehen, dass etwas so bleibt, wie es ist,
dann wird es sich trotzdem verändern.
Wenn wir versuchen, daran festzuhalten, "wie es war",
dann wird uns das nur Leid und Enttäuschung einbringen,
denn das Leben ist ein Fluss, und alles ändert sich.
-Jack Kornfield- 


Seit Wochen und Monaten arbeitet es in unseren Köpfen, 
um für beide Elternteile das Beste möglich zu machen.
Eigentlich finden diese Gespräche bereits seit vielen Jahren statt,
das Loslassen fällt aber eben schwer.

Vielleicht kennt das der ein oder andere von euch.
Gespräche über Gespräche, Ideen, Vorschläge, Pläne...
Und plötzlich kommt die große Panik und alles wird erstmal wieder ad acta gelegt.
Aber nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir Nägel mit Köpfen machen müssen.

Habt ihr schon mal eine BesichtigungsTour durch Senioren-Wohnheime gemacht?
Ich hatte letztlich richtig schlimme Bauchschmerzen, 
so sehr belastet mich die Situation dort in so mancher Einrichtung. 

Sicher gibt es auch Ausnahmen - wahrscheinlich dort, wo ausreichend Personal ist, 
möglichst in einem kleinen Haus mit weniger Bewohnern, 
dort, wo es familiär zugeht.

Tja, und so sind wir nun unterwegs auf der Suche - 
vielleicht ja auch bereits fündig geworden.
Wir werden sehen.

Am Ende wird alles gut, heißt es.
Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.
Aber wir möchten jetzt doch so langsam einen Punkt setzen können,
denn dieses Warten auf die gute Endlösung kostet die Eltern so viel Kraft.
Uns auch.

***

Ich kann nur jedem empfehlen, sich früh genug Gedanken zu machen,
wie und wo man seinen Lebensabend verbringen will.
Setzt euch mit verschiedenen Wohnformen auseinander
und schaut sie euch an.
Jetzt - und nicht erst, wenn es pressiert.
Denn dann hat man leider nicht mehr die Wahl, wie und wo es weiter gehen soll.

***

Falls also zufällig jemand jemanden kennt, der in der
 *Weißen Stadt im Grünen*
Bad Karlshafen an der Weser
ein Haus in der barocken Altstadt sucht... wir hätten eines zu verkaufen.
Ein Reihenhaus von 1798 mit zwei Wohnungen 
(aus der man sicher auch eine große machen könnte),
überdachter Terrasse und zwei Balkonen, 
(von denen aus man einen schönen Blick auf die Stephanus-Kirche,
 den Reinhardwald, das Hugenottenmuseum und weitere 
historische Gebäude des Stadtkerns hat)
3 Gewölbekeller-Räumen, einer Waschküche und kleinem Innenhof.
Insgesamt ca. 170 qm Wohnfläche + 70 qm Spitzboden und Abstellräume.


Vielleicht interessant für jemanden, der ein Boot hat,
denn dort entsteht in naher Zukunft eine Marina
mitten im alten Hafenbecken im Zentrum der Stadt,
wo sich im Moment noch ein wunderschönes Biotop befindet,
dass zur Zeit Bienen, Hummeln und Schmetterlinge erfreut.





***

Karlshafen wurde 1699 von Landgraf Carl zu Hessen noch unter dem Namen
Sieburg für protestantische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, die Hugenotten, gegründet.
1717 wurde die Stadt zu Ehren Landgraf Carls zu Hessen in Carlshaven umbenannt,
was 1935 in Karlshafen abgeändert wurde.
Seit 1955 ist Karlshafen Soleheilbad und heißt seit 1977 Bad Karlshafen.

Mehr über die wirklich interessante Geschichte der kleinen Stadt 
könnt ihr u.a. bei Wikipedia nachlesen.
Auch wenn hier der Fluss des Lebens seit einigen Jahren langsamer fließt,
so ist man doch bemüht, das Leben in der Kurstadt wieder aufblühen zu lassen.




Die Stadt liegt im Dreiländereck Hessen / Niedersachsen / NRW
am Weser-Radweg, umgeben von Solling und Reinhardswald.
Auch gibt es eine sehr beliebte Therme im Ort.
Die Camper unter euch waren vielleicht schon mal dort.


Quelle: weser-radweg.de 

Ich würde mich freuen, wenn sich jemand für mein Elternhaus interessiert
und auch hier das Leben weiter geht,
vielleicht sogar eine Familie - wie früher - wieder Kinderlachen ins Haus bringt.

Wie gewohnt, bin ich unter meiner Email-Adresse erreichbar,
so dass ich gerne weitere Informationen geben kann.

Dieser Post ist mir jetzt nicht, wie gewohnt, leicht gefallen.
Drei Tage habe ich den Text immer und immer wieder durchgelesen
und abgeändert. Ihn dann frei zu schalten, hat noch mal drei Tage gedauert...
Aber das Leben muss weiter gehen. Alles wird gut!

Bis bald!

Karin / Henrijette Farbenfroh

Dienstag, 11. Juli 2017

"Volle Pulle" Österreich...


"Volle Pulle" deshalb, weil wir die nächsten Tage
auf einem Bauernhof verbringen - einem Bio-Bauernhof.
So kenne ich es von früher, als die Kühe morgens nach dem Melken 
vom Stall auf die Wiesen gebracht und am späten Nachmittag
zum Melken und für die Nacht wieder rein geholt wurden.

Mörtschach-Lassach - so heißt der kleine Ort,
zu dem der Hof gehört.
In der Nähe von Bregenz begann unsere Tour durch Österreich.
Inzwischen sind wir dort am roten Punkt angelangt.


Seit vielen Jahren vermietet der Hausherr einen Teil seiner Wiesen
an Camper. Zu Beginn waren es nur Zelte, die aufgeschlagen wurden.
Im Laufe der Jahre wurden es immer mehr Wohnwagen und -mobile.


Haben ein schönes Plätzchen hier gefunden,
von wo aus wir auch wieder auf die tollen Kräuterwiesen schauen können.
Sie werden gerade gemäht und der Duft kommt rüber bis in unsere Nasen.
Herrlich!


Ich bin ja ein absolutes LandKind, und so liebe ich natürlich auch Gebäude
wie diesen urigen Stall, der von außen schon so schön geschmückt ist.


Drin stehen die Kühe nicht auf Gitterrosten, so wie heute vielerorts üblich.


Es gibt Enten, Hühner und Kaninchen,
die sich hier offensichtlich wohl fühlen.


Da inzwischen der Junior den Hof und die damit verbundene Arbeit
übernommen hat, kann sich der Senior um uns Camping-Gäste kümmern.
Er setzt sich abends um 18 Uhr die Kochmütze auf und bewirtet uns
in seiner Blockhütte mit Freisitz.
Somit sind wir natürlich mindestens genau so glücklich wie die Tiere! ;o)


***

Auf dem Hof gibt es selbstgemachte Butter aus hübschen Holzmodeln


frische Brötchen und oberleckeres Kräuterbrot


...und sogar ein kleines Beet mit Kräutern und Rhabarber.


Einen Versuch ist es vielleicht wert - 
aber der KräuterSchnaps vermehrt sich leider nicht. :o)

Aus Rhabarber und Äpfeln mache ich ein leckeres Kompott,
was zusammen mit Milchreis (Milch gibt es natürlich auch frisch)
ein beliebtes Mittagessen ergibt.


Der Hof und die Gegend hier sind einfach zauberhaft und urgemütlich.
Ein rauschender Bach fließt unterhalb vom Hof vorbei,
im Hintergrund sanfte Hügel, hübsche Häuser.



Ich stricke fleißig am SeidenTuch weiter...


...Hund und Herrchen machen Siesta unterm Sonnensegel.


Das ist Urlaub pur!

Abend, wenn es nicht mehr so heiß ist, hat auch der Hund wieder
Lust zum Spielen und Toben.


Ein Froschkönig lebt hier übrigens auch auf dem Hof -
da bin ich ja genau richtig, wo ich die doch so mag. :o)


Übrigens darf jeder, der möchte, im Stall und auf den Wiesen behilflich sein.
Eine Familie, die wir dort kennen gelernt haben,
hat in den zwei Tagen, wo sie dort waren, fast gar nicht gemerkt,
dass sie einen Sohn dabei haben. Er war nur im Stall... ;o)

***

So - vorbei mit der Bauernhof-Idylle - jetzt geht es endlich zum
Großglockner!


Der Weg dorthin ist Genuss pur - bis natürlich wieder auf die 
schmalen, steilen und kurvenreichen Straßen... 
Schwitz...!!!

Unser bereits zu Hause gewählter Campingplatz dort ist bei dem Ort
Kahls am Großglockner.
Der Platz ist echt der absolute Hammer!
Hoch oben in 1400 m Höhe stehen wir fast alleine unterhalb 
bzw. zwischen den Berggipfeln.
Das ist echter AbenteuerUrlaub!


***


Einige Wohnwagen stehen zwar dort, aber die sind verlassen.
Sind wahrscheinlich Dauerplätze, die nur ab und zu besucht werden.

Bei einem Marsch in den Wald, den ihr dort rechts auf dem oberen Foto seht,
können wir auf den Platz schauen.
Unsere *Rosy* steht oben links.
Das weiße Teil rechts daneben ist ein Felsbrocken.


Heute gibt es mal wieder ein Stück Fleisch.
Mein "Ranger" ist der Grillmeister...


...und ich bin für den Salat zuständig.


Am Abend gibt es die ersten UnwetterWarnungen für den nächsten Tag.
Da ich Bammel hab, dass wir die Straße vielleicht nicht wieder
runter kommen, weil Schlamm und Geröll abrutschen könnte,
will ich am nächsten Morgen unbedingt die Zelte abbrechen und ins Tal zurück.
Ich stoße zwar auf Unverständnis ("das wird schon nicht so schlimm werden"),
aber ich bestehe darauf. Die Angst, bei schweren Gewittern dort oben alleine zu sein
ist größer als das Vertrauen, dass es schon gut gehen wird.
Und so geht es am nächsten Tag nach dem Frühstück wieder runter vom Berg
und Richtung Loferer Steinberge.

Dort bei Lofer ist im kleinen Ort Sankt Martin der *Gruberhof*,
ein CampingPlatz mit höchster Auszeichnung.
Wussten wir gar nicht. 
Hatte nur nach der Lage geschaut und befand die für gut.
Echt ein super Platz - schon wieder so ein Glück.


***


Schön am Fluss gelegen, im Hintergrund die Berge. 
Aber wie ihr unschwer erkennen könnt,
kommt gerade das Unwetter hier an...
Alter Schwede - das ist echt heftig geworden!
Da war mein Begleiter dann doch froh,
dass wir nicht mehr alleine oben auf dem Platz waren.

Will man nach Lofer in den Ort marschieren,
muss man über eine Brücke zum Wanderweg,
auf dem sich allerdings nicht nur Wanderer befinden...


***


Wir marschieren mitten zwischen den Kühen durch.
Joy, unser Hund, meint natürlich, sie müsse mal auf "dicke Hose" machen
und bellt erstmal los. Ich glaube aber, das ihr die großen Vierbeiner
ziemlich unheimlich sind. ;o)


Dabei sind die so gechillt - die machen gerade Mittagspause.

Lofer ist auch immer wieder schön.
Hier waren wir schon zwei- oder dreimal.


***

Irgendwann ist auch der schönste Urlaub vorbei...
Unsere Rückreise ist nicht mal eben an einem Tag zu bewältigen,
zumal wir noch einen kurzen Besuch mit Übernachtung bei Freunden machen.

Meine Strick-Freundin *knitcat* hat mich ja an der Ostsee schon hin und wieder besucht. Ich jedoch war bisher noch nie so weit im Süden, um bei ihr rein zu schauen.
Umso größer ist die Freude, dass es nun endlich mal klappt. :o)


Nächster Zwischenstopp ist natürlich wieder in Nordhessen,
wo wir auch noch Familie besuchen.
Die Brüder freuen sich doch auch immer auf ein paar nette Stündchen zusammen.


Unser Platz an der Weser ist uns ja inzwischen auch vertraut.
Leider holt uns das Unwetter immer wieder ein.
Na ja - nicht meckern. Wir hatten schließlich viele Sonnentage.


Es ist Pfingsten - und der Platz gerammelt voll.
Wir stehen so dicht an dicht, dass wir unschwer dem 
Nachbarn auf den Teller gucken können. Egal.


Irgendwann ist auch der schönste Urlaub vorbei 
und es geht wieder nach Hause.
Für uns Richtung Norden.
Und wenn wir Hamburg erreicht haben,
stellt sich spontan ein Gefühl von Heimat ein.


Aber sind wir erstmal in Eckernförde 
und kommen unmittelbar an der Ostsee vorbei, 
hüpft unser Herz, denn dort am Meer und dem Strand,
ein Stückchen weiter noch bis zur Schlei, da ist unser Zuhause!
Da gehören wir hin!
Und hier scheint auch wieder die Sonne. :o)



Zum Abschluss:
Kennt ihr den?


😂

Na ja - ganz so krass würde ich das nicht sehen.
Es ist gemütlich, wir sind flexibel und ungebunden,
haben nicht so viele Zimmer, die aufgeräumt werden müssen
und sind doch zu Hause in unserem kleinen Reich.

Wir lieben diesen Zustand!

Jetzt ist aber erstmal für eine ganze Weile wieder Alltag angesagt.

War jetzt doch ganz schön viel auf einmal.
Aber es besteht ja keine LeseZwang. ;o)

So, ich muss dann mal wieder an die Nadeln...


Bis dann mal wieder!

Karin