Sonntag, 30. Oktober 2011

Jonathan - Teil 2

Ich freue mich, dass ihr unser Sommermärchen 2004 weiter lesen wollt !
Dann will ich mal los legen...

 
Habe gerade noch mal meine Aufzeichnungen überflogen und gelesen, dass das Möwenei, welches schön kuschelig im Karton auf seinen "Geburtstermin" wartete, zusätzlich durch eine Wärmflasche, die Lukas unter den Karton legte, warm gehalten wurde. Der Junge hat echt alles gegeben...!
Montag, 7. Juni 2004 - hier ist das Küken gegen Abend geschlüpft.
Am nächsten Tag war der Baby-Flaum trocken und die kleine Möwe wog 40 Gramm. Sie piepste ganz leise und zart, fraß aber bereits Fisch und Tartar UND eine Spinne!
Hockte still in der Kuschel-Ecke im Käfig und reagierte sofort mit Piepsen, sowie jemand den Raum betrat.
Die Pinzette mit dem Futter wurde aufmerksam mit dem Kopf verfolgt... HUNGER !!!


Wir - besonders ich - haben nicht daran geglaubt, dass dieses kleine Wesen überhaupt die erste Nacht übersteht. Ehrlich. Aber unsere Freude und Verwunderung war riesengroß, dass unsere Vermutung widerlegt wurde. 
Nach zwei Tagen wog der kleine Fratz schon 46 Gramm - hatte also zugenommen! Juhuuu!!!
Und hatte auch einige neue Töne entwickelt, lief dabei munter durch den Käfig. Wir schienen alles richtig zu machen.
Nebenbei erfuhren wir von unserem Sohn, dass sein Freund ebenfalls ein Ei zu Hause hatte. Und sie wussten ganz genau, dass dies Möweneier waren. Die Möwen gelten hier als die Ratten der Lüfte. Sie sind längst eine Plage geworden und belästigen die Menschen an den Promenaden, sowie diese was Essbares in den Händen halten, klauen im Vorbeifliegen die Fischbrötchen oder Pommes aus der Hand...
Okay, die beiden haben also diese Eier am Strand "mitgehen" lassen. Sowas machen experimentierfreudige Jungs eben. Traurig nur, dass das Küken des anderen Jungen leider am Tag nach dem Schlüpfen gestorben ist.
Umso mehr bemühten wir uns, dieses hier durch zu bringen...


Jonathan wuchs rasend schnell. Der Meerschweinchenkäfig wurde zu klein und außerdem breitete sich im ganzen Haus ziemlich bald ein extremer Fischgeruch aus. Das ging so nicht mehr weiter. So kam der kleine Vogel erstmal in einen Freilauf der Meerschweinchen, bis mein Mann eine kleine Voliere gebaut hatte.
Ihr seht schon, hier drehte sich alles nur noch um Jonathan...


 Freilauf im Garten - natürlich immer in Begleitung von Mensch und Hund - war an der Tagesordnung.
 Unsere kleine Hündin Pumuckel bekam Muttergefühle und fühlte sich immens verantwortlich für diesen kleinen Hüpfer. Aber je größer Jonathan wurde, umso mehr Respekt bekam Pumuckel vor ihm.


Hier ist Jonathan bereits drei Wochen alt. 
Wir haben es echt geschafft...!!!


Wir werden verfolgt auf Schritt und Tritt - so wie das bei watschelfüßigen Kindern so üblich ist. Unser Leben ist durch die Möwe aufregend, anstrengend - aber unheimlich spannend und reich geworden!

Fortsetzung folgt...

Wünsche euch allen einen gemütlichen und erholsamen Sonntag!
Liebe Grüße, Karina

Kommentare:

  1. wahnsinn das ihr es durch gebracht habt.Ich hab mal eine kleine Scwalbe gefunden,aus dem Nest gefallen.Ich hab es nicht geschafft es durch zu bringen :-(
    LG
    Nicole

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  2. Oh....spannend! Das war ja sicher ein ganz besonderes Erlebnis...LG, Andrea

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  3. Ein tolles Erlebnis!
    Ich freu mich schon auf die Fortsetzung,
    liebe Grüße Anneliese

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  4. Wau, wir haben gerade erst diesen Blog entdeckt und finden es hier richtig spannend. Damit wir nichts mehr verpassen, haben wir uns als regelmäßige Leser eingetragen. Hoffentlich hast du nichts dagegen.
    Liebe wauzis von Emma und Lotte

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  5. Weiter,weiter,weiter....
    Ich liebe den Film "Amy und die Wildgänse".
    Eigentlich für meine Tochter gekauft,
    aber Mama sitzt immer gerührt mit auf dem Sofa mit einem Taschentuch in der Hand.
    LG Maike

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  6. Ja das ist mal eine aufregende Geschichte, da lernen die Kinder doch etwas was sie nicht wieder vergessen.
    Eine Möve als Haustier......habt ihr die immer noch?
    Lieben Gruß
    Taty

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