Dienstag, 1. November 2011

Jonathan - Teil 3

Aus unserem kleinen kuscheligen Küken wurde - wie ihr auf den letzten Fotos bereits sehen konntet - ziemlich schnell ein großer Vogel.
Und aus Jonathan wurde namentlich dann auch Johnny, das ließ sich besser rufen. Ja - RUFEN. Ihr werdet schon sehen...
In seiner Außenvoliere fühlte er sich auch vogelwohl. Tagsüber stand die Tür offen und er konnte sich überall im Garten bewegen. Zusammen gingen wir mit ihm auf Nahrungssuche, denn schließlich sollte er lernen, dass er sich irgendwann sein Futter selbst suchen bzw. fangen muss.
So stapften wir tagsüber über die Wiese und durch die Beete, hoben Steine und Gehölze an, denn darunter befanden sich schließlich meistens irgendwelche Insekten. Sehr beliebt waren Würmer und Kellerasseln. Spät abends im Dunkeln hat sich bestimmt so mancher Nachbar gewundert, was bei uns im Garten so passiert...
Da sind wir nämlich mit Taschenlampen durch das feuchte Gras geschlichen und haben riesige Tauwürmer gesammelt - so wir dann schnell genug waren. Diese Würmer sind es nämlich. Sowie sie ein Geräusch oder eine Bewegung im Boden vernehmen, verschwinden sie blitzartig wieder im Boden.
Ich wusste bis dato nicht mal, dass es diese Würmer gibt... aber wenn man einen Sohn hat, der sich auch für´s Angeln interessiert, dann lernt man das.
Diese Würmer gab es dann zum Vogel-Frühstück. 
Abends von 20 Uhr bis morgens um 8 Uhr war Johnny in seiner Voliere und die Tür verschlossen, damit er in Ruhe schlafen konnte. Nachts sind hier nämlich die Katzen unterwegs... inklusive unserer.

  
Ja - Johnny war sehr menschenbezogen. Kein Wunder. 
Und Schmuse-Einheiten mussten sein.
 Hier ist er ca. 5 Wochen alt und machte so langsam seine ersten Flugversuche.


Lukas war behilflich und kletterte 
mit Johnny auf den Schultern aufs Gartenhaus.


Geht doch!! (Hier war er 7 Wochen alt)

Ob ihr es nun glaubt oder nicht, aber Johnny flog immer größere Runden, verließ den Garten und kam immer wieder zurück.
Es sprach sich natürlich schnell herum, 
dass Familie A aus B "einen Vogel hat"...
Und so dauerte es nicht lange, bis sich ein Schreiberling unserer Zeitung meldete und eine Reportage machen wollte. Klar doch, kein Problem.
Aber genau zum Termin war Johnny natürlich "außer Haus". Doch mit einem Trick konnten wir ihn schnell zurück locken. Wir raschelten mit einer Plastiktüte, worin immer sein Futter eingefroren war. Dieses Geräusch kannte er nur zu gut und zusammen mit dem Rufen seines Namens (!!) war er flugs wieder zu Hause!
Der Reporter staunte nicht schlecht, als die Möwe angeflogen kam und direkt vor unseren Füßen landete.

Mit seinem Bericht schließe ich auch meinen heutigen... Fortsetzung folgt.
Ein regionaler Fernsehsender, der nach Veröffentlichung dieses Artikels übrigens auch um Audienz bat, musste leider ohne uns in die Röhre gucken. Das war uns dann doch zu viel des Guten...


Genug Lesestoff für heute... schönen Abend euch allen!

Und ein herzliches Willkommen an die neuen Leserinnen!!!
Schön, dass ihr hier stöbert.
Liebe Grüße, Karina

Kommentare:

  1. Holla, bei euch ist ja was los!
    Nein, eine Massenproduktion wirds nicht geben, aber es macht schon Spaß und man wird ja von mal zu mal besser... :-)
    GLG Annette

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Karina,
    die Geschichte um Jonathan ist so interessant. Ich könnte stundenlang bei dir weiter lesen. Bitte mehr. Danke
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

    AntwortenLöschen