Freitag, 6. Februar 2015

Wegbegleiter...


 
Wegbegleiter ... damit meine ich in diesem Fall Gegenstände,
die mich auf meinem Lebensweg begleiten.
Die einen schon ne ganze Weile, die anderen noch nicht so lang.
Es sind Dinge, mit denen ich schöne Erinnerungen verbinde
und die mir einfach ans Herz gewachsen sind.
Ganz egal, um was es sich hier auch handelt -
ich würde mich von ihnen nicht trennen können!
 
 
Eine kleine Moccatasse...eigentlich nix Besonderes.
Für mich schon.
Es ist eine Tasse, die meine Mutter als Kind benutzte.
Und meine Mama wird nächste Woche 84.
Sie wurde nicht als Moccatasse genutzt - sie trank ihre Milch daraus.
Es gab mehrere davon.
Ich habe noch zwei - aber nur ein Tellerchen dazu.
Sollte also irgend jemand in seinem Schrank Geschirr mit diesem Sternenmuster stehen haben und es entbehren können...ich würde mich darüber freuen!
 
 
 
 
Mit Porzellan geht es auch weiter...
Als Erinnerungsstück an meine Oma Frieda habe ich mir diese Bonboniere
und die kleine Meise mitnehmen dürfen.
Die Meise hatte ich ihr mal zum Geburtstag geschenkt,
weil sie diese Vögel immer so sehr mochte, wenn sie ans Futterhäuschen kamen.
Und diese Dose ist für mich einfach Kindheitserinnerung.
Sie stand immer am selben Platz im Wohnzimmer.
Hin und wieder waren mal Bonbons darin.
Aber meistens hatte sie die Naschis in der Küche in einer Schublade,
damit sie schnell rein greifen konnte,
wenn meine Schwestern und ich mal schnell zu ihr rein huschten.
 
 
 
 
Das hier ist mein Kinderteller,
den ich wahrscheinlich von meiner großen Schwester übernommen habe.
Schon seeehr blass geworden.
Wurde halt schon oft von gegessen.
Er ist auch immer noch im Einsatz - heute benutzen ihn unsere Enkelkinder,
wenn sie bei uns sind.
Die Motive zeigen übrigens Rotkäppchen und den Wolf.
 
 
 
 
Nicht ganz so alt, aber trotzdem ein Stück mit Geschichte ist dieser Kinderteller.
Davon gab es ursprünglich zwei - einer ist schon lange kaputt.
Einige von euch kennen dieses Modell vielleicht auch.
Der "Schäfchen-Teller" von Ikea aus den 80ern.
Gibt es schon lange nicht mehr.
Aber das war der Teller unserer Ältesten, geboren 1983.
Und auch der kommt natürlich immer zusammen mit Rotkäppchen zum Einsatz.
 
 
 
 
Diese alte Mehldose - hier liebevoll "Mailbox" genannt,
habe ich vor vielen Jahren mal in Kiel auf dem Flohmarkt erstanden.
Ich liebe sie!
Und ich bekam fast Schweißausbrüche, als die Polizei sie vor 1 1/2 Jahren
zur Untersuchung auf Fingerabdrücke mitgenommen hat,
nachdem bei uns eingebrochen wurde.
Zum Glück kam sie heile wieder zurück.
Dummerweise bewahrte ich immer gerne ein paar Scheinchen darin auf...
Heute bin ich klüger...!
Jetzt schmückt sie nur noch unsere Küche - ohne Inhalt.
 
 
 
 
Ich habe einen Tick für alte Gläser.
Kein Flohmarkt ist vor mir sicher. Immer auf der Suche.
Sie stehen nicht nur zum Ansehen im Schrank.
Nee! Sie werden auch häufig genutzt.
Sieht so schön aus, wenn sie auf einem festlich gedeckten Tisch stehen.
Und da mein Auge auch sehr gut damit umgehen kann,
wenn nicht alles von einer Sorte ist,
habe ich natürlich am liebsten Einzelstücke.
Leider sind mir in den letzten Wochen drei meiner Lieblings-Weingläser zerbrochen.
Wird Zeit, dass die Flohmärkte wieder los gehen!
Wir haben übrigens auch lauter einzelne Stühle... ;o)
 
 
 
***
 
 
 
An diesem Teil hängt mein Herz auch ganz besonders...
...ach, woran eigentlich nicht?!
Die alte Knopfkiste meiner Oma und später meiner Mutter.
In meiner Familie waren die Frauen fast alle Schneiderinnen.
Dies nur mal so nebenbei bemerkt.
Ich habe davon leider kein Talent geerbt.
Ich war eher ein gebranntes Kind, was ständig auf dem Tisch oder Stuhl
still stehen musste, damit die Mama gefühlte 1000 Stecknadeln an mir befestigen konnte.
Nein, natürlich nicht an mir - an dem, was ich da gerade anprobieren musste.
Dabei hätte ich auch so gerne mal eine gekaufte Nietenhose gehabt,
wie die Jeans damals noch hießen.
 
 
 
Ach...da sind so viele so schöne alte Knöpfe drin...
Ich stöbere sehr gerne darin.
Und ist auch immer ein schönes Spielzeug für die Enkelkinder.
 
 
 
Zwei Spielzeuge aus meiner Kindheit konnte ich auch retten.
Ja retten, denn alles andere war irgendwann verschwunden.
Eltern misten ja gerne aus, wenn die Kinder aus dem Haus sind.
Hätte so gerne meine Puppenstube noch. Aber die gibt es nicht mehr.
Das hier ist Cosy, ein Pudel von Steiff.
Ich bekam ihn zu Weihnachten, als ich drei Jahre alt war.
Somit ist der Gute heute auch schon 51 Jahre alt...
Solange ich zurück denken kann, habe ich mir jedes Jahr aufs Neue
einen "liebendigen" Hund gewünscht.
Ich bekam jedes Jahr auf Neue ein Stofftier. :o(
Zwei sind geblieben. Cosy und Susi.
Susi lebt seit einigen Jahren bei Enkelin Emma.
 
 
 
 
Eine Puppe lebt auch noch hier.
Sabine
Ein sogenanntes "Schlummerle".
Sie kann die Augen auf und zu machen.
Das war damals schon was ganz besonderes!
Meine kleine Schwester bekam dann schon eine "Pipi-Puppe".
Ich war sooo neidisch, obwohl ich da schon überhaupt nicht mehr mit Puppen gespielt habe.
Nee, doch. Aber mit "Stöcker-Puppen".
Keine Ahnung, was das ist?
Später hießen sie Barbie-Puppen.
Bei uns waren es noch Petra-Puppen.
Meine Kusinen und ich nannten sie jedoch nur Stöcker-Puppen,
weil sie so Stöckerbeine hatten und Stöckelschuhe trugen.
Ich hatte übrigens eine echte Emma Peel im schwarzen Overall - mit Pistole!
Aber das hier war meine erste Püppi.
Sie wird heute auch noch bespielt und gekleidet.
Trägt ja auch keine 60er Jahre Klamotten...
 
 
 
 
Alte und neue Engel.
Die alten standen jedes Jahr ab 1. Advent bei meinen Eltern im Wohnzimmer.
Das Klavier immer auf dem Fernseher.
Petrus mit seinem Himmelstor auf einem Mauervorsprung.
Und hier stehen sie nun eigentlich das ganze Jahr im kleinen Pfeifenschränkchen.
Schatzi raucht ja nicht mehr...
 
 
 
Bei einem Trödler in Flensburg fand ich vor einigen Jahren
diese handgeschriebenen Notenblätter.
Für sowas kann ich mich ja begeistern!
Mit Widmung und Datum.
Herrlich.
Datum ist übrigens der 6.9.1960 - da war ich 1 Tag alt. :o)
Ich suchte eigentlich alte Notenblätter, um sie in ein Gemälde einzuarbeiten.
Aber dafür waren sie mir dann doch zu schade.
 
 
 
 
Ach ja, so langsam wird das eine ganz schön lange Liste hier...
Wir haben ja auch so einige Möbelstücke mit Geschichte, an denen unser Herz hängt.
Ein Möbel davon ist dieser Schrank.
Gekauft 1986 in Dänemark beim Antiquätenhändler in Krusau.
Ein wundervolles Stück von 1880.
Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie wir ihn in unser Auto verstaut haben.
Das ging auch nur, weil man ihn so schön auseinander nehmen kann.
Nix schrauben, einfach nur stecken.
Damals beherbergten wir darin den Fernseher und die Stereoanlage.
Heute hängen meine Klamöttchen darin.
 
 
 
Ein weiterer, fast gleich alter Schrank steht in meinem Malzimmer.
Er beherbergt meine Farben, Blöcke, Stifte, gesammelten Federn und Kleinigkeiten,
die ich so unterwegs sammele oder finde und evtl. mal für ein Bild gebrauchen kann.
Ich mag seine Farbe!
Entdeckt hatte ich ihn mal im Internet.
Gesehen, verliebt, gekauft.
 
 
 
 
Tja, nun habe ich euch meine HerzensDinge gezeigt.
Gegenstände, die für mich nie ihren Liebreiz verlieren.
 
Und was bewahrt ihr so alles im Herzen und im Haus auf?
 
 
Genießt das schöne Winterwetter
(wir haben welches...)
und wer mag von mir aus auch den Karneval. ;o)
 
 
Herzlichst, eure Karin
 
 
 
 


Kommentare:

  1. Sehr schöne Wegbegleiter hast du da liebe Karin mit ganz bezaubernden Erinnerungen❤️Meine Oma Frieda hatte auch so ein Meislein und noch einige andere Figuren die jetzt bei meinen Eltern im Wohnzimmer stehen. Ich persönlich hänge nicht so an Gegenständen und habe daher eigentlich nur einen langjährigen treuen Begleiter - mein Poesiealbum welches ich zur Einschulung von einer lieben Nachbarin geschenkt bekommen habe.
    Ganz liebe Grüße
    Sabine

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  2. Schöööööööön und so eine gute Idee liebe Karin, gerade habe ich überlegt, welches Thema mein nächster Post haben könnte;-)) Danke für die Anregung♥
    Ich musste über die Stöckerpuppe schmunzeln- bei mir hieß sie auch noch Petra.
    Der alte Mehltopf und dein Stoffhund gefallen mir sehr. Auch die Knopfkiste der Oma, so schön. Da kann ich mir jetzt mal Gedanken machen... Hab ein wunderschönes Wochenende und sei ganz lieb gegrüßt Puschi♥♥

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  3. Liebe Karin,
    ach wie schön!! So viele tolle Erinnerungsstücke! Von dem Geschirr hab ich leider nichts - hätte sich sonst sofort auf den Weg zu dir gemacht:) Aber so ein "Schlummerle", das wohnt hier auch. Meine erste Puppe - mit Schlafaugen, ein Arm geflickt von meiner Oma,.....und ähnlich wie bei dir hat meine Schwester dann das "Modell" bekommen, was in die Hose machen konnte:) Mein Schlummerle hab ich geliebt und bin echt froh, dass ich es noch habe( auch wenn es irgendwo auf dem Dachboden wohnt).
    Viele liebe Grüße, Anke

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